1 Temmuz 2016 Cuma

Einleitung

Einleitung

Denken Sie einen Augenblick über die Dinge nach, die Sie tun, wenn Sie am Morgen erwachen. Sie öffnen die Augen, atmen, recken sich, stehen auf und laufen umher, essen und bekleiden sich. Sie sprechen mit ihren Angehörigen und hören, was diese Ihnen sagen. Dann gehen Sie nach draußen, oder schauen durch das Fenster hinaus und sehen den strahlend blauen Himmel; Sie mögen selbst die Vögel vor ihrem Ihrem Fenster singen hören. Während Sie ein fallendes Blatt beobachten, sehen Sie die reifen Äpfel am Baum. Sie spüren die Wärme der Sonne und den Wind auf Ihrem Gesicht. Es sind Menschen auf der Straße, die zu Fuß oder in ihren Autos irgendwo hingehen. Kurz gefasst, ein neuer gewöhnlicher Tag hat für Sie begonnen. Was Sie sehen und hören sind ganz alltägliche Dinge, und so brauchen Sie nicht bewusst darüber nachdenken.
Nun versuchen Sie auf eine andere Weise zu denken. Nehmen Sie an, Sie hätten seit Ihrer Geburt in einem einzigen Raum gelebt. Dieser Raum ist vollkommen geschlossen und hat nicht einmal ein kleines Fenster, durch das Sie nach draußen sehen könnten. Er hat nur ein paar einfache Möbel für Ihre Grundbedürfnisse. Nehmen Sie an, dass Sie in diesem Raum, in dem Sie Ihr Leben fristen, nur mit ein paar Arten von Speisen und Getränken versorgt werden, die Ihnen das Überleben ermöglichen. Wir wollen annehmen, dass es keinerlei Kommunikationsmittel, wie Telefon, Radio oder Fernsehen in dem Zimmer gibt, durch welche Sie Information von draußen erhalten könnten, und daher hätten Sie keinerlei Kenntnisse über irgend etwas, mit Ausnahme einiger weniger Dinge.
Dann nehmen Sie an, dass Sie aus diesem Raum, in dem Sie Ihr ganzes bisheriges Leben verbracht haben, hinausgeführt werden und die Außenwelt zum ersten Mal sehen. Was würden Sie in solch einer Situation über die Welt denken?
Die Fülle der Ansicht, die sich Ihren Augen bietet, das Vorhandensein des Lichts, die Wärme der Sonne, die auf Ihr Gesicht trifft, die tiefblaue Farbe des Himmels und die rein weißen Wolken, all das würde Ihnen sicher fast die Sinne benehmen.
Glitzernde Sterne, die am Nachthimmel erscheinen, Berge, die sich in ihrer Majestät bis in den Himmel erheben, Flüsse und Ströme, deren Schönheit alle Menschen bezaubert, Seen und Meere, Regengüsse, die der Erde Leben bringen, grüne Bäume, farbenreiche Veilchen, Gänseblümchen, Nelken, Lilien und Rosen mit ihren angenehmen Düften, Früchte, wie Orangen, Wassermelonen, Pflaumen und Pfirsiche, von denen jede ihren eigenen Geschmack beschert, Katzen, Hunde, Kaninchen und Gazellen, die Regungen des Mitgefühls und der Fürsorge in uns erwecken, Schmetterlinge in ihrer Farbenpracht und ihrem ästhetischen Charme, Vögel und Unterwassergeschöpfe...
Wenn Sie all diese Dinge sehen, wird es Ihnen fast schwindelig, und Sie wollen wissen, wer diese wundervollen Erscheinungen zusammengestellt hat. Wenn Sie die Farben der Früchte sehen und ihre Aromen einatmen, wollen Sie wissen, wer sie so verführerisch gefärbt hat und ihnen solche anziehenden Gerüche gab. Wenn Sie eine Melone kosten oder in einen Apfel beißen, erkennen Sie, wie ausgezeichnet und unterschiedlich ihr jeweiliger Geschmack ist, und Sie wundern sich, wie diese süße Substanz in solch eine, mit einer festen Schale eingehüllten Form gelangte. Wenn Sie die Samen der Frucht in einer festgelegten Anordnung sehen, wollen Sie wissen, wer ihr Design erstellt hat.
Jedes neue Ding, das Sie sehen und jede neue Information, die Ihnen zugänglich wird, erwecken neue Begeisterung in Ihnen. Sie versuchen Grund und Ursache von allem zu ergründen. Sie lernen, dass Melonen ihre Samen brauchen, um sich zu vermehren, dass Vögel ihre Federn haben um fliegen zu können, dass das Licht von der Sonne ausgestrahlt wird, und dass Sauerstoff und Wasser lebensnotwendig für alle Lebewesen sind. Sie lernen über die Bedeutung des Vorhandenseins von Seen und Meeren, über die Tatsache, dass alle Art von Information über die Pflanzen, verschlüsselt in ihren Samen vorhanden ist, sowie viele andere faszinierende Einzelheiten. Jedes Stück von Information, das Sie zur Kenntnis nehmen, ermöglicht es Ihnen diese Herrlichkeit selbst noch tiefer zu verstehen.
Darüber hinaus wird Ihr Erstaunen noch weiter wachsen, wenn Sie sich bewusst werden, dass das, was Sie zu lernen begannen, nur einen winzigen Bruchteil der Charaktereigenschaften der Lebewesen ausmacht, die auf der Erde existieren, dass, in der Tat alles, in einer allumfassenden gegenseitigen Abhängigkeit zusammenarbeitet, dass es Geschöpfe gibt, die Sie nicht sehen können und Stimmen, die Sie nicht hören können, und dass es wunderbare Systeme im Universum gibt.
Während sich Ihnen diese detaillierten Stücke von Information eins nach dem anderen eröffnen, wird Ihr Geist wiederholt die gleichen Fragen stellen. Wie kamen all diese wunderbaren Lebewesen ins Dasein? Wie kam ich selbst ins Dasein? Da alles einen Sinn und Zweck hat, wozu bin ich hier?
Wenn Sie aus dem Raum, in dem Sie so viele Jahre verbracht haben herauskommen, werden Sie nachsinnen und nach Antworten auf Ihre Fragen suchen, da Sie solch eine Vielfalt wundervoller Perspektiven der Schöpfung auf der Erde entdecken werden. Jede Antwort auf Ihre Fragen wird dieses Element enthalten: "Mit Sicherheit gibt es da ein Wesen, das all diese Dinge macht." Da Sie nicht durch einen achtlosen Geist gelähmt sind und die Dinge nicht durch einem Vorhang der Angewohnheit betrachten, werden Sie gewiss zu der Folgerung kommen, das alles von einem Schöpfer erschaffen worden ist. Das ist es in der Tat, was der Mensch tun sollte: Dinge nicht aus Gewohnheit zu sehen und hinzunehmen, sondern Fragen zu stellen...
Ebenso, wie es Ingenieure gibt, welche die Stahlbetonbrücken entworfen haben, über die wir täglich fahren, so gibt es auch einen Designer, Der die Struktur unserer Knochen entworfen hat, deren Stärke der des Stahls verglichen wurde. Niemand kann behaupten, dass rohes Eisenerz und Kohle gemischt werden können, um dann durch Zufall Stahl zu bilden, und wiederum, dass der Stahl mit Zement verbunden wird, um in gleicher Weise Brücken zu bauen. Jedermann weiß, dass die Urteilsfähigkeit eines Menschen, der solche Dinge behaupten würde, bezweifelt werden muss.
Und dennoch, trotz dieser Tatsache, gibt es Leute, die es wagen zu behaupten, dass alle lebendigen Dinge auf der Erde, das Firmament, die Sterne, kurz gesagt alles, durch Zufall ins Dasein geriet. Einem intelligenten Menschen jedoch, der innehält und über diese Dinge nachdenkt, ist es offensichtlich, dass solche Behauptungen eines ungeplanten, unwillkürlichen Entstehens völlig irrational sind.

Die Absurdität des Zufalls

Die Leute, welche die Theorien des Zufalls erfinden und unterstützen, sind Produkte einer materialistischen und evolutionistischen Mentalität. Indem sie behaupten, dass das Universum keinen Anfang und kein Ende hat, und dass es nicht die Schöpfung eines Schöpfers ist, erklären diese Leute, dass Milliarden von Galaxien, die ihrerseits aus Milliarden von Sternen bestehen, all die Himmelskörper, Planeten, Sterne mitsamt den perfekten Systemen, die ihre Existenz aufrechterhalten, als Ergebnis unkontrollierter Zufallsereignisse entstanden seien. In ähnlicher Weise behaupten sie, dass trotz der phantastischen Ordnung im Universum, auch die Lebewesen durch Zufall ins Dasein kamen.
Im Licht dieser Information erscheint es, als betrachteten sie den "Zufall" als eine schöpferische Macht. Doch irgend eine andere Wesenheit als Gott, als eine schöpferische Macht zu betrachten, ist nichts anderes als Götzendienst. In anderen Worten, die Evolutionisten huldigen einem Götzen, namens "Zufall". Das wird jedem sehr klar, der sich etwas näher mit der darwinistischen Literatur befasst.
Es gibt zahllose Beispiele von lebenden Geschöpfen, die nach dem Glauben der Evolutionisten von dem "Götzen des Zufalls" geschaffen wurden. So glauben die Evolutionisten z.B., dass die erste lebendige Zelle, die der Ursprung aller Lebewesen gewesen sein soll, das Erzeugnis dieses Götzen war. Diesem Glauben entsprechend kamen eines Tages als Ergebnis von Blitz, Regen und verschiedenen anderen natürlichen Phänomenen eine Anzahl von Atomen zusammen, um ohne irgendwelche vorherige Planung Aminosäuren zu bilden. Diese Aminosäuren verbanden sich dann ihrerseits um Proteine hervorzubringen, welche die Grundlage der Körperzellen aller Lebewesen darstellen. Dieser Vorgang wurde durch die "Macht des Zufalls" bewerkstelligt.
Daraufhin formten die Proteine dann auf diese Weise sofort die erste lebende Zelle, wiederum durch Zufall. Das Werk des Zufalls war damit jedoch noch nicht zu Ende.
Entsprechend der evolutionistischen Sophistereien war der Götze "Zufall" selbst die treibende Kraft hinter dem Aufkommen der Millionen von Spezies auf der Erde. Er brachte zuerst einen Fisch ins Dasein, und da er fand, eine einzige Art von Fisch sei nicht genug, gestaltete er Hunderttausende von Fischspezies, und da Hunderttausende von Fischspezies nicht genug waren, brachte er zusammen mit ihnen noch andere Meergeschöpfe ins Dasein und schaffte eine Umwelt von atemberaubender Pracht am Meeresboden. Dann dachte dieser selbe Götze "Zufall", dass das Unterwasserleben nicht genug war, und so nahm er einige strukturellen Änderungen im Körper eines Fisches vor, die ihn befähigen würden, an Land zu leben. Mit Hilfe von allmählichen Änderungen, die aufs Geratewohl stattfanden, trug es sich so zu, dass die Flossen des Fisches in Füße verwandelten und die Kiemen zu Lungen wurden, so dass der Fisch in der Luft atmen konnte. Und trotzdem gab es noch nicht die Vielfalt der Spezies, die wir heute sehen, und so fuhr "Zufall" angeblich fort mit seiner Zauberei...
Wie wir im Weiteren an vielen Beispielen sehen werden, können lebende Organismen nur überleben, wenn ihre Organe vollständig entwickelt und voll funktionsfähig sind. Versagen oder Funktionsstörungen einiger Organe würden den Tod eines Organismus innerhalb weniger Minuten oder höchstens in ein paar Tagen hervorrufen. Den Behauptungen der Evolutionisten gemäß jedoch, hat der Götze "Zufall" die Einzelheiten der lebendigen Dinge in vollkommener, fehlerloser Weise, bewusst und sorgfältig über Millionen von Jahren hinweg erdacht, entworfen und gestaltet.
Wie wir aus diesen Beispielen ersehen können, ist der Zufall für die Evolutionisten eine Art Gott, der machen kann, was er will, jedes beliebige Ding unversehens gestalten und ein Tier in ein anderes verwandeln kann. Zusätzlich zu all diesen Fähigkeiten kann er Farben, Aussehen und Geschmack aller lebendigen und nicht-lebenden Dinge in der höchst ästhetisch vorstellbaren Weise anordnen.
Der Götze "Zufall" teilt den Früchten gemäß der Saison Vitamine zu und macht sie saftig und nahrhaft. Er gewährleistet, dass ihr jeweiliger Geruch und Geschmack überall ähnlich ist. Zudem verfügt er über das Wissen darüber, wie all die Information, die eine Pflanze jemals benötigen wird, in einem winzigen Samenkorn untergebracht wird.
Was wir bisher erwähnt haben, stellt die generellen Richtlinien der Postulate dieser materialistischen und evolutionistischen Mentalität dar. Gewiss ist es für jeden Menschen, der über Vernunft und Gewissen verfügt, eine offensichtliche Tatsache, dass all die gegebenen Beispiele nicht durch Zufall realisierbar sind, der jedoch die einzige Ursache ist, welche die Evolutionisten anzubieten haben. Man stelle sich nur einmal diese Frage: Können Zufälle in der Weise zusammentreffen, dass sie Autobahnen und Speditionsunternehmen hervorbringen und zudem Gewähr leisten, dass das gesamte Transportwesen problemlos funktioniert? Zweifelsohne ist es unmöglich, dass solche Dinge zufällig zustande kommen können. Ebenso, wie es unmöglich ist, dass ein Speditionsunternehmen durch Zufall zustande kommt, kann auch das Blutkreislaufsystem des Körpers nicht von ungefähr entstehen. In der gleichen Weise, wie es einer Gruppe von Leuten bedurfte, den Eiffelturm zu entwerfen, jede einzelne seiner Stahlstreben herzustellen, auf genau bestimmte Größen zuzuschneiden, die Teile entsprechend des Bauplans zusammenzufügen und ihn stabil zu machen, gibt es eine Macht, welche die Knochen im menschlichen Körper erschuf. Diese Knochen, die alle die erforderlichen Größen haben, wurden in optimaler Weise, entsprechend dem Design des menschlichen Körpers placiert, und durch das Aneinanderfügen dieser Knochen wurde ein starkes Skelett geschaffen. Das ist eine Macht, die alles in sich einschließt und allem, was es in der Natur gibt, überlegen ist. Sie kann mit nichts verglichen werden. Der Inhaber dieser Macht ist Gott, der Schöpfer der Himmel und der Erde und all dessen, was sie beinhalten.
All die bisher gezogenen Vergleiche und die Beispiele, die in diesem Buch gegeben werden, behandeln nur einen minimalen Teil der Vielfalt von Gottes Kunstfertigkeit in der Schöpfung. Es werden z.B. nur einige generelle Eigenschaften der Schmetterlinge erwähnt, wohingegen ganze Seiten von Büchern alleine über die Augen der Schmetterlinge geschrieben wurden. Darüber hinaus gibt es viele verschiedene Spezies von Schmetterlingen, von denen jede einzelne eine ihr zueigne spezifische Ausstattung hat. In diesem Buch werden nur einige Charakteristiken des menschlichen Körpers in genereller Weise behandelt, wobei umfangreiche Bücher und Forschungsarbeiten zum Thema des Knochengerüsts alleine erhältlich sind. Es gibt ganze Bücher, die der Hornhaut des menschlichen Auges, den Flügeln eines Insekts, oder selbst nur der Substanz dieser Flügel gewidmet sind.
All das liefert konkrete Beweise für die Existenz Gottes. Gott umfaßt alles mit Seinem Wissen, und jeder, der das versteht, wird unverzüglich die Herrlichkeit erkennen, die überall in der Schöpfung zutage tritt. Jeder Mensch erfasst die Größe Gottes entsprechend dem Ausmaß seiner eigenen Weisheit und seines Gewissens. Entsprechend ist es auch die höchste Pflicht eines Menschen, der begonnen hat, die Allmacht und unendliche Kunstfertigkeit Gottes zu erkennen, sich dem wahren Schöpfer dieser Schönheiten, die er betrachtet, zuzuwenden und sein Leben in der, von Gott gebotenen Weise zu führen. Gott erklärt Seine Stellung im Quran in folgender Weise:
Derart ist Gott, euer Herr! Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Schöpfer aller Dinge. So dient Ihm alleine. Er ist der Hüter aller Dinge. (Sure 6:102 – al-An’am)

Vom Nichtvorhandensein ins Dasein: Der Urknall

Vom Nichtvorhandensein ins Dasein:
Der Urknall

Wußten Sie, dass alles, was Sie um sich herum sehen, Ihr eigener Körper, das Haus in dem Sie wohnen, der Sessel in dem Sie sitzen, Ihre Mutter, Ihr Vater, die Bäume, Vögel, die Erde, die Früchte, kurz gefasst, alle lebendigen Dinge und anorganische Materie, die Sie sich je vorstellen können, sich durch das ursprüngliche Zusammentreffen von Atomen verwirklichten, das durch den Urknall, oder "Big Bang" verursacht wurde? Waren Sie sich der Tatsache bewusst, dass nach dieser gewaltigen Explosion eine perfekte Ordnung im Universum zustande kam? Was ist also dieser "Big Bang"?
Während des vergangenen Jahrhunderts wurde durch eine Unzahl von Experimenten, Beobachtungen und Berechnungen, die mithilfe fortgeschrittener technologischer Hilfsmittel durchgeführt wurden, über alle Zweifel erhaben bestätigt, dass das Universum einen Anfang hatte. Wissenschaftler haben festgestellt, dass sich das Universum in einem Zustand kontinuierlicher Ausdehnung befindet und schlossen daraus, dass diese, falls sie zeitlich zurückverfolgt würde, in einem einzigen Punkt begonnen haben mußte. Und es ist in der Tat die Erkenntnis der heutigen Wissenschaft, dass das Universum in der Explosion dieses einzigen Punktes seinen Ursprung hatte. Diese Explosion wurde der "Big Bang" oder Urknall genannt.
Die Errichtung einer perfekten Ordnung nach dem Urknall ist in keiner Weise eine Erscheinung, die als ein gewöhnliches Ereignis angesehen werden kann. Man bedenke die Tatsache, dass Tausende Arten von Explosionen auf der Erde stattfinden, als Folge deren sich jedoch niemals Ordnung entwickelt. Alle von ihnen haben eher verheerende, schädliche und zerstörerische Folgen. Wenn man z.B. die Explosionen von Atom- oder Wasserstoffbomben, Vulkanausbrüche, Explosionen von Naturgas und die Explosionen, die in der Sonne stattfinden, betrachtet, kann man stets verheerende Auswirkungen beobachten. Eine Explosion bringt niemals ein konstruktives oder geordnetes Resultat hervor. Entsprechend der wissenschaftlichen Daten jedoch, die mittels moderner Technologie ermittelt wurden, führte der Millionen von Jahren entfernte "Big Bang" zu einem Übergang von Nichtvorhandensein ins Dasein, und zwar zu einer sehr geordneten und harmonischen Existenz.
Man bedenke nur das folgende Beispiel: Es findet eine unterirdische Explosion von Dynamit statt, und nach dieser Explosion erscheint plötzlich der prunkvollste Palast, den die Welt je gesehen hat, mit wunderschönen verzierten Fenstern und Türen und exquisiter Einrichtung. Erscheint es in irgend einer Weise vernünftig, zu argumentieren: "Das entstand durch Zufall"? Könnte so etwas von alleine ins Dasein kommen? Mit Sicherheit nicht!
Das Universum, das nach dem Urknall ins Dasein kam, ist ein, mit phantastischer Sorgfalt und Präzision entworfenes, wunderbares System, das in keinem Vergleich zu einem bloßen irdischen Palast steht, und in Anbetracht dessen muss die Behauptung, dass das Universum von selbst ins Dasein kam, völlig sinnlos erscheinen. Das Universum kam auf einmal aus dem Nichtvorhandensein ins Dasein, und das weist uns auf die Existenz eines Schöpfers hin, der die Materie aus dem Nichts erschuf und sie vollständig und jeden Augenblick unter Seiner Kontrolle erhält. Er ist Allwissend und Allmächtig; dieser Schöpfer ist Gott dessen Schöpferkraft unbegrenzt ist.

Das Konzept der Größe im Weltall

Im Universum sind unzählige Systeme tätig. Gott unterhält volle Kontrolle über all diese Systeme, selbst wenn wir uns dessen nicht gewahr sind, z.B. während wir lesen, oder spazieren gehen oder schlafen. Gott hat das Universum mit seinen unzähligen Einzelheiten erschaffen, um dem Menschen Verständnis davon zu übermitteln, dass Seine Macht unbegrenzt ist. Im Quran spricht Gott die Menschen an und erklärt den Grund für die Erstellung der Ordnung im Kosmos, wie folgt:
Gott ist es, Der sieben Himmel erschaffen hat und vor der Erde ebensoviel. Der Befehl steigt zwischen ihnen herab, damit ihr wisst, dass Gott Macht über alle Dinge hat und dass Gott alle Dinge mit Seinem Wissen umfasst. (Sure 65:12 – at-Talaq)
Dieser Erlassenthält so viele Einzelheiten, dass der Mensch unmöglich wissen kann, wo er anfangen sollte, darüber nachzudenken.
Jedermann weiß z.B., dass das Universum eine immense Ausdehnung hat, doch wenn wir anfangen, darüber nachzudenken, welche Ausmaße es in konkretem Sinn hat, so müssen wir uns mit Konzepten befassen, die von ganz anderer Art sind, als das was wir normalerweise erfassen. Der Durchmesser der Sonne ist 103-mal so groß, wie der der Erde. Wir wollen das anhand eines Beispiels veranschaulichen. Wenn wir uns die Erde in der Größe einer Glasmurmel vorstellen, so wäre die Sonne eine Kugel, doppelt so groß wie ein Fußball. Interessant dabei ist die Entfernung zwischen ihnen. Um ein Modell zu erstellen, das den tatsächlichen Maßstab widerspiegelt, müssten wir die Entfernung zwischen der Erde von Murmelgröße und der Sonne von zweifacher Fußballgröße auf etwa 280 Meter abmessen, und die Sterne, die über unser eigenes Sonnensystem hinaus existieren, müssten kilometerweit entfernt placiert werden.
Mit diesem Vergleich mögen Sie eine Vorstellung davon gewinnen, wie groß unser Sonnensystem ist, doch verglichen mit der Galaxie der Milchstraße, in der es gelegen ist, ist es nur winzig, denn in dieser Galaxie gibt es etwa 250 Milliarden Sterne, wie unsere Sonne, von denen die meisten noch weitaus massiver sind als sie.
Unsere Sonne befindet sich auf einem der Ausläuferarme dieser spiralförmigen Galaxie. Interessant jedoch ist, dass die Milchstraße ihrerseits ein sehr "kleiner" Ort ist, wenn wir sie innerhalb des Gesamtzusammenhangs des Weltalls sehen, denn es gibt auch noch andere Galaxien im Weltraum – entsprechend einiger Schätzungen so viel wie insgesamt etwa 300 Milliarden...
Selbst diese wenigen Beispiele, die wir bezüglich der Dimensionen und großen Entfernungen zwischen den Himmelskörpern gegeben haben, mögen genügen, um aufzuzeigen, dass die Kunstfertigkeit Gottes in der Schöpfung unvergleichlich ist, sowie die Tatsache, dass Er keine Teilhaber in der Schöpfung hat, und dass Er über absolute Allmacht verfügt. Gott fordert die Menschen in folgender Weise auf, über diese Fakten nachzudenken:
Seid ihr etwa schwerer zu erschaffen oder der Himmel, den Er erbaute? Er erhöhte sein Gewölbe und formte ihn. (Sure 79:27-28 – an-Nazi'at)

Die makellose Ordnung im Sonnensystem

Wenn Sie ins Freie gehen, fällt das Sonnenlicht auf Ihr Gesicht, ohne Sie zu stören, und das verdanken Sie der perfekten Ordnung, die im Sonnensystem vorherrscht. Die Sonne, die angenehme Wärme und Licht zu unserem Nutzen übermittelt, ist tatsächlich wie eine unergründlich tiefe Grube, die aus roten Gaswolken besteht und aus Wirbelwinden von gigantischen Flammen, die aus der siedenden Oberfläche Millionen von Kilometern weit hervorstieben, und aus kolossalen Tornados, die sich aus den Tiefen zur Oberfläche erheben. Diese wären tödlich für die Menschheit, doch die Atmosphäre und das Magnetfeld der Erde filtern all die tödlichen und schädlichen Strahlungen der Sonne ab, bevor sie uns erreichen. Diese perfekte Ordnung im Sonnensystem ist es, welche die Erde zu einem bewohnbaren Planeten macht.
Wenn wir die Struktur des Sonnensystems betrachten, finden wir ein sehr fein abgestimmtes Gleichgewicht. Was die Planeten des Sonnensystems davon abhält von dem System abzufallen und in die eisige Kälte des Alls geschleudert zu werden, ist das Gleichgewicht zwischen der Anziehungskraft der Sonne und der Zentrifugalkraft der Planeten. Die Sonne zieht alle Planeten des Systems mit der enormen Gravitationskraft an, die sie ausübt, während die Planeten dieser Anziehung fortwährend die Zentrifugalkraft entgegensetzen, die durch ihre umkreisende Bewegung auf ihren Umlaufbahnen erzeugt wird. Wenn die Umlaufgeschwindigkeit der Planeten jedoch nur ein wenig geringer wäre, würden sie von der Sonne so stark angezogen werden, dass sie auf den Sonnengiganten fallen, und von ihm mit einer enormen Explosion verschluckt werden würden. Im umgekehrten Fall, wenn die Planeten die Sonne mit einer etwas höherer Geschwindigkeit umkreisten, würde die Gravitationskraft der Sonne nicht ausreichen, sie zu halten, und sie würden ins endlose Nichts des Alls geschleudert. Es wurde jedoch ein sehr feines Gleichgewicht erstellt, und das System besteht fort, weil es dieses Gleichgewicht aufrechterhält.
Hierbei ist es bedeutend, zur Kenntnis zu nehmen, dass das obig erwähnte Gleichgewicht für jeden einzelnen Planeten getrennt errichtet wurde, da jeder Planet eine ihm zueigne Entfernung von der Sonne hat, sowie auch eine unterschiedliche Masse. Aus diesem Grunde wurde für jeden eine unterschiedliche Umlaufgeschwindigkeit festgelegt, um sowohl eine Kollision mit der Sonne, wie ein Katapultieren in den Weltraum zu verhindern.
Dieses Beispiel ist nur ein minderer Beweis des wunderbaren Gleichgewichts innerhalb des Sonnensystems. Jedermann, der mit Vernunft begabt ist, kann verstehen, dass ein Gleichgewicht, welches riesige Planeten und das gesamte Sonnensystem in eine Ordnung versetzt, und überdies diese Ordnung Tag für Tag und Jahrhundert für Jahrhundert aufrechterhält, nicht durch Zufall entstehen konnte. Es ist offensichtlich, dass diese Ordnung sorgfältig geplant worden sein muss. Gott, der Allmächtige Gott zeigt uns durch die perfekten Einzelheiten, die Er im Universum geschaffen hat, dass alles Seiner Kontrolle unterliegt. Astronomen, wie Kepler und Galileo, Wissenschaftler, die daran arbeiteten, das außergewöhnlich empfindliche Gleichgewicht im Sonnensystem zu erforschen, erklärten wiederholt, dass dieses System auf ein sehr offensichtliches Design hindeute und einen klaren Beweis für die Herrschaft Gottes über das gesamte Universum darstelle. Gott erschafft und erhält alles mit Seinem absolut unbegrenzten Wissen, Er verfügt über unbegrenzte Macht.

Die Erde – der Planet ohnegleichen

Denken Sie einen Augenblick darüber nach, was der Mensch zum Überleben braucht. Wasser, die Sonne, die Atmosphäre, Pflanzen und Tiere..., alle Arten von Einzelheiten und Voraussetzungen, die Ihnen momentan in den Sinn kommen, oder nicht gegenwärtig sein mögen, sind auf der Erde vorhanden. Darüber hinaus können wir, wenn wir etwas tiefer nachforschen, sehen, dass all diese lebensnotwendigen Erfordernisse in einem Netz von aufeinander bezogenen Einzelheiten miteinander verbunden sind, und dass diese Einzelheiten in voller Genüge auf der Erde vorhanden sind. Alles auf der Erde, ihre Lebewesen, Pflanzen, das Firmament und die Meere, wurden in der besten und vollkommensten Weise erschaffen um der Existenz und dem Überleben der Menschheit dienlich zu sein.
Neben der Erde gibt es auch noch andere Planeten in unserem Sonnensystem. Unter all diesen Planeten jedoch ist die Erde der einzige, der für das Leben geeignet ist. Die Entfernung der Erde von der Sonne, ihre Umdrehungsgeschwindigkeit um ihre Achse, die Neigung ihrer Achse gegen die Ebene ihrer Umlaufbahn, die Struktur der Erdoberfläche und viele andere unabhängige Faktoren dieser Art gewährleisten ein gemäßigtes Klima auf unserem Planeten, das dem Leben angemessen ist, sowie die ebenmäßige Ausbreitung dieses Klimas über die gesamte Erde. Die Zusammensetzung der Erdatmosphäre und die Größe der Erde sind genau den Erfordernissen entsprechend. Das Licht, das uns von der Sonne zukommt, das Wasser, das wir trinken und die Nahrungsmittel, deren wir uns erfreuen, sind unserem Leben äußerst zuträglich.
Kurz gefasst, jede eingehende Betrachtung des Planeten, den wir bewohnen, wird uns deutlich zeigen, dass die Erde speziell für den Menschen gestaltet wurde. Um es uns zu verdeutlichen, dass die Bedingungen auf der Erde speziell geschaffen wurden, genügt es, einen kurzen Blick auf die anderen Planeten zu werfen. Man betrachte sich z.B. Mars. Die Atmosphäre des Mars ist ein giftiges Gasgemisch, das einen starken Kohlendioxydgehalt aufweist. Es gibt kein Wasser auf der Oberfläche dieses Planeten. Enorme Krater, die durch den Einschlag von massiven Meteoren gebildet wurden sind auf dem nebenstehenden Bild klar erkenntlich. Was das Wetter anbelangt, so sind ungeheure Stürme und Sandstürme, die monatelang anhalten an der Regel. Die Durchschnittstemperatur beläuft sich auf – 53 oC.
In Anbetracht dieser Eigenschaften und Bedingungen insgesamt, ist Mars, der unter unseren Nachbarplaneten der Erde am nächsten kommt, ein offensichtlich "toter" Planet, auf dem kein Leben möglich ist. Dieser Vergleich zeigt deutlich, dass die Gegebenheiten, welche die Erde zu einem bewohnbaren Ort machen, ein wahrhaft enormer Segen sind. Der Alleinige Schöpfer, der den ganzen Kosmos erschaffen und mit seinen Sternen, Planeten, Bergen und Meeren in Vollkommenheit gestaltet hat, ist Gott. Wir sind Ihm unser ganzes Leben lang zu Dank verpflichtet für Seine Schöpfungen und Segnungen und sollten Ihn als einen Freund und Beschützer annehmen. Gott alleine, der der Eigner all dieser Dinge ist, gebührt aller Preis. Im Quran weist uns Gott auf diese Tatsache hin:
Ist nun Der, Welcher erschafft, etwa gleich dem, der nichts erschafft? Bedenkt ihr es denn nicht? Und wenn ihr die Gnaden Gotts aufzählen wolltet, ihr könntet sie nicht beziffern. Gott ist wahrlich verzeihend und barmherzig. (Sure 16:17-18 – an-Nahl)

Die ausdrücklich entworfene Zusammensetzung der Atmosphäre

Atmen mag für Sie nichts weiter bedeuten, als das Einziehen und Ausstoßen von Luft. Damit dieser Vorgang jedoch einwandfrei funktioniert, wurde ein System erstellt, das in jeder Hinsicht vollkommen ist. Wir brauchen nicht die geringste Anstrengung zu machen, um zu atmen. In der Tat, die meisten Leute haben wahrscheinlich niemals bewusst über diesen Vorgang nachgedacht. Jeder Mensch muss ununterbrochen atmen, von dem Augenblick, an dem er das Licht der Welt erblickt, bis zum Tod. Alle notwendigen Voraussetzungen dafür, sowohl in unserem Körper, wie in der Umwelt, wurden von Gott geschaffen und deshalb sind wir in der Lage unbeschwert in dieser Weise zu atmen.
Die erste Voraussetzung dafür, dass ein Mensch atmen kann, ist, dass die Verteilung der Gase in der Atmosphäre im rechten Verhältnis ist. Selbst eine geringe Veränderung in diesem Verhältnis könnte sich als tödlich erweisen, doch solch ein Versagen kommt nie vor, weil die Erdatmosphäre ein einzigartiges Gemisch ist, das in der Weise entworfen wurde, dass eine Kombination von höchst spezifischen Voraussetzungen für einen ungestörten Ablauf sorgt.
Die Erdatmosphäre besteht aus Stickstoff (77%), Sauerstoff (21%), Kohlendioxyd (1%), Argon und anderen Gasen. Wir wollen uns zuerst das wichtigste dieser Gase betrachten, den Sauerstoff.
Sauerstoff ist sehr wichtig, da Lebewesen dieses Gas zum Leben benötigen. Wir atmen, um Sauerstoff aufzunehmen. Der Sauerstoffgehalt der Luft wird in einer äußerst empfindlichen Balance erhalten.
Die atmosphärische Aurechterhaltung dieser Balance in Bezug auf den Sauerstoffgehalt wird durch ein perfektes "Recycling"-System bewerkstelligt. Menschen und Tiere verbrauchen ununterbrochen Sauerstoff, während sie Kohlendioxyd erzeugen und abgeben, das giftig für sie ist. Pflanzen dagegen vollführen den genau umgekehrten Prozess und sichern Überleben dadurch, dass sie Kohlendioxyd in Sauerstoff umwandeln. Jeden Tag werden von den Pflanzen auf diese Weise Milliarden Tonnen von Sauerstoff in die Atmosphäre freigesetzt.
Wenn Menschen und Tiere die gleichen chemischen Reaktionen vollführten wie die Pflanzen, würde die Erde in kurzer Zeit zu einem unbewohnbaren Planeten werden. Wenn sowohl Tiere, wie Pflanzen Sauerstoff erzeugten, würde die Atmosphäre äußerst entflammbar werden, und der kleinste Funke würde enorme Feuerbrände verursachen und die Erde würde unter solchen Bedingungen zu Zunder werden. Wenn andererseits beide, Pflanzen und Tiere, Kohlendioxyd erzeugten, würde der atmosphärische Sauerstoff sehr bald aufgebraucht werden, und alle Lebewesen würden in kurzer Zeit beginnen zu ersticken.
Aus all dem geht hervor, dass Gott die Atmosphäre der Erde speziell dem menschlichen Leben angepasst hat. Das Universum ist kein chaotischer unkontrollierter Ort. Es wurde in all seinen Einzelheiten entworfen und Gott, der Eigner ewiger Macht brachte es ins Dasein.

Wie die Gebirgsmassive die Erdkruste verstärken

Wie die Gebirgsmassive die Erdkruste verstärken

Die Erdkruste, die Oberfläche, auf der wir täglich laufen und sicher unsere Häuser bauen können, ist in Wirklichkeit eine Schicht, die über einer anderen, etwas dichteren Schicht, die Mantel genannt wird, beweglich gelagert ist. Wenn es nicht ein System gäbe, das diese Beweglichkeit unter Kontrolle hielte, würden fortwährende Erdstöße und Erdbeben stattfinden, und die Erde wäre dann ziemlich unbewohnbar. Und zwar sind es die Gebirgsmassive und ihre unterirdischen Ausläufer, welche die geophysikalischen Bewegungen abschwächen und damit jene seismischen Aktivitäten verringern.
Die Gebirge der Erde entstanden als Ergebnis von Bewegungen, Zusammenstößen und Überlagerungen von gewaltigen Platten, aus welchen sich die Erdkruste zusammensetzt. Wenn zwei dieser Platten aufeinanderstoßen, schiebt sich normalerweise eine unter die andere. Die obere Platte wird nach oben gedrückt und bildet auf diese Weise eine Bergkette, während die untere Platte gleichzeitig nach unten geschoben wird und damit eine tiefe unterirdische Wulst bildet. Das bedeutet, dass Gebirgsmassive tiefe unterirdische Ausdehnungen haben, die ebenso groß sind, wie die an der Oberfläche sichtbaren Erhebungen. In anderen Worten, die Gebirge sind fest in der Erdschicht verankert, die als Mantel bezeichnet wird.
Daher befestigen die Gebirge in wirksamer Weise die Krustenplatten der Erde, indem sie sich an den Verbindungsstellen derselben nach oben und unterirdisch in die Tiefe erstrecken. Auf diese Weise verhindern die Gebirge die Erdkruste daran, auf der Magmaschicht oder zwischen ihren eigenen Schichten umherzuschlittern. Kurz gesagt kann man die Berge mit Nägeln vergleichen, die Holzstücke fest zusammenhalten. Diese Beschaffenheit der Gebirge dämpfen Stöße und Beben sehr weitgehend ab, indem sie der instabilen Beschaffenheit der Erdkruste entgegenwirken.
Diese herrlich anzusehenden Gebirge erfüllen noch andere Funktionen in der Erhaltung bestimmter Gleichgewichtszustände auf der Erde, speziell in der Wärmeverteilung.
Der Temperaturunterschied zwischen dem Äquator und den Polen der Erde beträgt etwa 100°C. Wenn solche Unterschiede auf einer ebenen Oberfläche vorkämen, würden Stürme von rasenden Geschwindigkeiten bis zu 1000 Stundenkilometern die Erde verwüsten. Die unebene Oberfläche der Erde jedoch blockiert die starken Luftströmungen, welche solche Wärmeunterschiede verursachen könnten. Diese Gebirgsmassive beginnen mit dem Himalaja in China, setzen sich im Taurus in der südlichen Türkei fort, und dann weiter in den europäischen Alpen. Die Gebirgsketten des Atlantik und des Pazifik spielen ebenso eine Rolle in dieser Gleichung.
Wie alle anderen Komponenten der Erde, ist das, was in den Gebirgen offenbar ist, ein Ausdruck der endlosen Kunst Gottes. Gott hat die Welt, in der wir leben, in perfekter Weise erschaffen. In Anbetracht all dieser wunderbaren Beispiele sollte der Mensch anerkennen, dass die wichtigste Angelegenheit seines Lebens seine Pflicht ist, Gott zu dienen und anzubeten, und er sollte sein Wirken und Schaffen einzig und alleine daraufhin ausrichten, denn der Mensch bedarf der Erfüllung unzähliger Bedürfnisse, während Gott hoch erhaben über jegliche Bedürfnisse ist.

Die Ausgeglichenheit der Meere

Der Regen, die Seen, Flüsse und Ströme, die Meere und das Leitungswasser... man ist so gewöhnt an das Wasser, dass die meisten Leute wahrscheinlich nie über die Tatsache nachdenken, dass ein großer Anteil der Erdoberfläche, d.h. der größte Teil davon, mit Wasser bedeckt ist. Von einzigartiger Bedeutung dabei ist jedoch, dass von allen bekannten Himmelskörpern nur die Erde trinkbares Wasser hat.
Wasser ist eine Grundvoraussetzung für das Leben, doch auf den 63 anderen Himmelskörpern des Sonnensystems ist es ganz und gar abwesend. Die Erdoberfläche jedoch ist zu vier Fünfteln mit Wasser bedeckt. Neben den großen Wasseransammlungen, wie den Ozeanen gibt es noch verschiedene andere Wasserquellen, deren Größen und Eigenschaften sich voneinander unterscheiden, wie Flüsse und kleinere Seen. Das Wasser aus einigen dieser Quellen ist zu salzig um trinkbar zu sein, doch andere Quellen liefern Frischwasser. In Bezug auf das Wasser besteht eine vollkommene Ausgeglichenheit, die entsprechend den Bedürfnissen aller Lebewesen auf der Erde eingerichtet wurde.
Das Wasser ermöglicht Millionen von Spezies ihre Existenz auf der Erde, und die Gleichgewichtszustände, die zur Erhaltung des Lebens notwendig sind, werden aufrechterhalten. Wolken und Regen, z.B. entstehen durch die Verdunstung von großen Wassermassen. Wasser besitzt die Fähigkeit, Hitze aufzunehmen und zu speichern in sehr ausgeprägtem Maße. Aus diesem Grunde erhalten die enormen Wassermassen der Ozeane das Wärmegleichgewicht auf der Erde, und daher ist das Temperaturgefälle zwischen Tag und Nacht in den Küstengebieten sehr gering, was diese Regionen umso mehr bewohnbar macht.
Das Vorhandensein der Meere, deren Abbildung in Vogelperspektive auf der rechten Seite oben zu sehen ist, ist äußerst bedeutend. Da die Meere die Sonnenstrahlen in geringerem Maß zurückwerfen als das Festland, absorbieren sie mehr Sonnenenergie, doch sie verbreiten diese Wärme in einer ausgeglicheneren Weise. Somit kühlen die Meere die äquatorialen Regionen und hindern sie daran, überhitzt zu werden, und erhalten in den Polargegenden eine Temperatur, die ein vollständiges Gefrieren verhindert.
Aufgrund der Lichtdurchlässigkeit des Wassers können Wasserpflanzen auch unter der Wasseroberfläche die Photosynthese durchführen. Wasser ist eine der wenigen natürlichen Substanzen, die sich ausdehnen, wenn sie gefrieren. Das ist der Grund dafür, dass die Seen und Ozeane nicht vom Grund nach oben gefrieren. All die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Wassers, von denen nur einige hier erwähnt wurden, zeigen uns, dass diese Flüssigkeit speziell zur Erfüllung der Erfordernisse des menschlichen Lebens geschaffen wurde. Es ist bestimmt kein Zufall, dass solches Wasser auf keinem anderen Planeten außer der Erde vorhanden ist. Auf der Erde, die speziell für das menschliche Leben geschaffen wurde, ist das Leben durch dieses Wasser, das ebenfalls speziell von Gott geschaffen wurde, gediehen. Gott, der unzählige Segnungen und Annehmlichkeiten für Seine Diener erschaffen, und ihnen das Leben erleichtert hat, schuf das Wasser mit einzigartiger Kunstfertigkeit und Feinheit, wie Er dies im Quran bestätigt:
Er ist es, Der euch vom Himmel Wasser niedersendet… (Sure 16:10 – an-Nahl)

 Die Harmonie zwischen dem Wasser und den Pflanzen

Alle Pflanzen, große, wie kleine, von den Gräsern bis zu hohen Bäumen, und die Unzahl von Blumen, können Wasser und Nahrungsmittel, die sie aus dem Boden gewinnen, bis zu ihren höchsten Zweigen und Blättern befördern. Dieser Transportprozess wird jedoch nicht nur durch Systeme ausgeführt, die in der Pflanze selbst vorhanden sind. Damit diese Beförderung stattfinden kann, ist es notwendig, dass die Eigenschaften des Wassers in Harmonie mit den Strukturen der Pflanzen sind.
Man kann diese Harmonie erkennen, wenn man die generelle Struktur des Wassers betrachtet.
Es ist offensichtlich, dass das Wasser, das unentbehrlich für das Fortbestehen der lebenden Organismen auf der Welt ist, eine Substanz ist, die speziell entworfen und erschaffen wurde. Eine der grundlegenden Eigenschaften des Wassers ist, dass es eine hohe "Oberflächenspannung" besitzt. Oberflächenspannung liegt vor, wenn die Moleküle an der Oberfläche einer Flüssigkeit sich gegenseitig anziehen und damit eine Barriere zwischen der Luft und der Flüssigkeit erstellen. Aus diesem Grund kann ein Wasserbehälter eine Wassersäule halten, die geringfügig höher ist, als der Innenraum des Behälters, ohne überzulaufen. Ebenso kann eine Metallnadel die in horizontaler Lage vorsichtig auf eine unbewegte Wasseroberfläche placiert wird, auf dieser schwimmen, ohne zu sinken.
Die Oberflächenspannung des Wassers ist höher als die, irgend einer anderen Flüssigkeit, und das hat sehr weitgehende biologische Konsequenzen für die Erde. Wir wollen damit beginnen, zu untersuchen inwieweit die Pflanzen davon betroffen sind.
Aufgrund der Oberflächenspannung können Pflanzen das Wasser, das in den Tiefen des Bodens vorhanden ist, bis zu Höhen, Meter über der Oberfläche, befördern, ohne über ein Pumpen- oder Muskelsystem zu verfügen. Im Bereich menschlich entworfener Strukturen sind Presslufttanks oder dergleichen komplizierte Systeme erforderlich, um Wasser in die oberen Stockwerke von Wohnhäusern zu befördern. Pflanzen dagegen haben keine derartigen Systeme. Das Wasser erreicht die entferntesten Zellen der Pflanze lediglich aufgrund der Oberflächenspannung. Die Kanäle in den Wurzeln und Venen der Pflanzen sind in der Weise entworfen, dass sie sich die Oberflächenspannung des Wassers zunutze machen. Diese Kanäle verjüngen sich, je höher sie liegen, und ermöglichen es dem Wasser dadurch, zu "klettern". Wenn die Oberflächenspannung des Wassers gering wäre, wie in den meisten anderen Flüssigkeiten, wären Landpflanzen völlig unfähig, zu überleben. Das wiederum hätte negative Auswirkungen auf alle Lebewesen auf dem Planeten. Aufgrund der vollendeten Schöpfung sowohl des Wassers, wie auch der Pflanzen jedoch, wird solch ein Problem niemals aufkommen.
Die gegenseitige Anpassung der Oberflächenspannung des Wassers und der Struktur der Pflanzen, durch welche erstere voll ausgenützt wird, deuten auf die perfekte Schöpfung Gottes hin und stellen ein wichtiges Beweisstück für die Tatsache dar, dass die Natur und alle lebenden Organismen nicht aufgrund von Zufall, sondern durch die Schöpfung Gottes zustande kamen.

Das Design der Schneeflocken

Jeder, der die Schneeflocken etwas genauer betrachtet, kann sehen, dass sie in einer Vielfalt von Formen auftreten. Es wurde geschätzt, dass ein Kubikmeter Schnee etwa 350 Millionen Schneeflocken enthält! Diese Flocken sind alle sechseckig und sind kristallartig strukturiert, doch jede einzelne Flocke besitzt eine einzigartige, individuelle Form. Wissenschaftler haben sich jahrelang bemüht, Antworten darauf zu finden, wie diese Formen je zustande kamen, wie es kommt, dass jede Flocke eine unterschiedliche Form hat, und was es ist, das sie symmetrisch gestaltet. Jedes Stück an Information, das in Erfahrung gebracht wird, enthüllt die Pracht schöpferischer Vollendung in der Schneeflocke. Die Vielfalt und Perfektion der hexagonalen Struktur der Schneeflocke ist ein Ausdruck der Eigenschaften Gottes "Al Badi" – der Urheber. Gott ist es, Der alles, was Er erschaffen hat, gut gemacht hat. Die Gestaltung der Schneeflocken stellen einen weiteren Aspekt Gottes unendlicher Kunstfertigkeit dar.
Diese dünnen, kleinen Flocken sehen wie vielzackige Sterne oder winzige Nadelköpfe aus. Die Anordnung der Schneeflocken in den Bildern ist wahrhaft erstaunlich. Die geordnete Struktur der Schneeflocken hat seit langer Zeit die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich gelenkt. Seit 1945 wurde gezielte Forschungsarbeit unternommen, um die Faktoren zu bestimmen, welche den Kristallen ihre endgültigen Formen geben. Eine einzelne Schneeflocke ist eine Anhäufung von über 200 Eiskristallen. Schneeflocken bestehen aus Wassermolekülen, die in einer perfekten Anordnung ausgebildet sind. Die Schneeflocken, welche eines der architektonischen Wunder der Natur sind, werden geformt, wenn der Wasserdunst sich abkühlt, während er durch die Wolken passiert. Dies geschieht auf folgende Weise:
Während die, überall im Wasserdunst ungeordnet verteilten Wassermoleküle durch die Wolken passieren, beginnen sich, ihre unwillkürlichen Bewegungen aufgrund des Fallens der Temperatur zu verringern. Nach einiger Zeit beginnen die Moleküle, die sich langsamer bewegen, Gruppen zu bilden und erstarren letztlich, doch in ihrer Gruppierung liegt keinerlei Unordnung vor. Ganz im Gegenteil, sie vereinigen sich immer zu mikroskopischen Hexagonalformen, die einander sehr ähnlich sehen. Jede Schneeflocke besteht zuerst aus einem 6-eckigen Wassermolekül, an das sich dann weitere hexagonale Wassermoleküle ansetzen. Fachleute auf diesem Gebiet sind der Ansicht, dass der grundlegende Faktor, der die Gestalt einer Schneeflocke bestimmt, ein Kettenbildungsmechanismus ist, durch den diese hexagonalen Wassermoleküle wie Kettenglieder aneinandergefügt werden. Darüber hinaus nehmen die Kristalle, die sich normalerweise gleichen sollten, entsprechend der Temperatur und der Feuchtigkeit, sehr verschiedene Formen an.1
Warum gibt es eine hexagonale Symmetrie in allen Schneeflocken und warum unterscheidet sich jede von den anderen? Warum sind ihre Ränder abgeschrägt anstatt gerade zu sein? Wissenschaftler bemühen sich immer noch, Antworten auf diese Fragen zu finden. Doch, soviel ist offensichtlich: Gott ist der Eine, Der keine Teilhaber in Seiner Schöpfung hat, Er verfügt über unbegrenzte Macht und ist der Urheber aller Dinge.

Die einzigartige kreative Mannigfaltigkeit in Früchten und Gemüse

Früchte und Gemüse wachsen aus der selben Erde und werden mit dem gleichen Wasser gegossen, und dennoch kommen sie in einer erstaunlichen Vielfalt vor. Wenn man die Menge an verschiedenen Geschmacksnuancen und Gerüchen der Früchte und Gemüse betrachtet, kommt einem die Frage in den Sinn, wie solch eine Vielfalt überhaupt erst entstehen konnte. Was verursacht den Unterschied in Geschmack und Duft von Trauben, Melonen, Kiwi Früchten (großfrüchtige Aktinide oder chinesische Stachelbeere), Ananas und dergleichen, wobei sie Jahrhunderte hindurch das gleiche Wasser und die gleichen Mineralien aufnahmen ohne sie je miteinander zu vermengen oder zu verwechseln? Gott gibt jeder dieser Früchte ihren eigenen unvergleichlichen Geschmack und ihr eigenes Aussehen.
Sowohl Menschen, wie Tiere erhalten die Energie, die sie zum Leben brauchen aus der Nahrung, welche die Pflanzen liefern. In anderen Worten, Pflanzen wurden als ein Segen geschaffen von dem alle Lebewesen Nutzen ziehen. Der größte Teil dieses Nutzens wurde speziell für die Menschen vorgesehen. Wir wollen einen Blick auf unsere Umgegend werfen und auf das, was wir essen, und dann nachdenken. Man betrachte sich zunächst den knochendürren Stamm und die äußerst dünnen Wurzeln des Weinstocks. Diese knochendürre Struktur, die so zerbrechlich erscheint, als ob sie mit dem leichtesten Zug geknickt werden könnte, kann Duzende von Kilos saftiger Trauben hervorbringen, deren Farbe, Geruch und Geschmack speziell dazu entworfen sind, dem Menschen Freude zu bereiten. Dann denke man an die Wassermelone. Diese saftige Frucht, die ebenfalls aus der trockenen Erde hervorsprießt, entwickelt sich genau zu der Zeit, wenn die Menschen das größte Bedürfnis dafür verspüren, d.h. in der Sommersaison. Man denke an den herrlichen Geruch und den wohlbekannten Geschmack der Melone, mit denen sie ausgestattet war, seit sie zuerst ins Dasein kam, ohne die geringste Einbuße in Qualität zu erleiden. Wenn Düfte künstlich in Laboren hergestellt werden, verwenden die Menschen komplizierte Qualitätskontrollmethoden und machen große Anstrengungen um einen uniformen Geruch zustande zu bringen, der die Natur nachahmt, wohingegen keine Qualitätskontrollen erforderlich sind, um den natürlichen Geruch der Früchte zu bewahren.
Zusätzlich zu ihren verführerischen Gerüchen enthalten alle Früchte Bestandteile die den Erfordernissen der Saison, in der sie reifen, entsprechen. Im Winter z.B. ernten wir Mandarinen und Orangen, die voll von Vitamin C und Energie sind. Gemüse enthalten in gleicher Weise jegliche Arten von Vitaminen und Mineralien, deren die Lebewesen, die sich damit ernähren, bedürfen.
In dieser Betrachtungsweise könnten wir, eine nach der andren, alle Pflanzen, die in der Natur vorkommen, untersuchen, und am Ende dieser Untersuchung würden wir in Erfahrung gebracht haben, dass all die Pflanzen um uns herum speziell für den Menschen und all die anderen Geschöpfe entworfen wurden, in anderen Worten: sie wurden erschaffen. Gott, Der der Herr und Erhalter aller Welten ist, hat für alle Lebewesen ihre Nahrung erzeugt, und hat diese in der Weise geschaffen, dass der Geschmack und Geruch, sowie die Anwendung jedes einzelnen Nahrungsmittels wunderbar abwechslungsreich ist. Das verdeutlicht Seine Macht und unvergleichliche Kunstfertigkeit in der Schöpfung. Im Quran macht Er uns darauf aufmerksam:
Und was Er euch auf Erden erschuf, verschieden an Farbe, darin ist fürwahr ein Zeichen für Leute, die sich ermahnen lassen. (Sure 16:13 – an-Nahl)

Anmerkungen

1- Roger Davey, David Stanley, “All about ice,” New Scientist, 6. September 1993.

Das vollkommene Design der Blätter: Die Poren

Das vollkommene Design der Blätter: Die Poren

Auf jedem Quadratmillimeter jedes einzelnen Blattes, das wir normalerweise auf den ersten Blick als eine ganz gewöhnliche Pflanzensorte ansehen, liegt ein perfektes Design vor. Die Poren, welche eines der wichtigsten Strukturelemente der Pflanzen darstellen, sind ein Hauptteil dieses Designs. Diese mikroskopischen Öffnungen, die auf den Blättern vorhanden sind, haben die Aufgabe von Sauerstoff und Wasser zu ermöglichen, sowie Kohlendioxyd aus der Atmosphäre aufzunehmen, welches ein Gas ist, das zur Photosynthese erforderlich ist. Darüber hinaus haben Poren eine Struktur, durch die sie, je nach Bedarf geöffnet oder geschlossen werden können.
Eine weitere interessante Gegebenheit der Poren ist, dass sie hauptsächlich auf der Unterseite der Blätter liegen. Auf diese Weise werden die schädlichen Auswirkungen der Sonnenbestrahlung auf die Blätter auf ein Minimum beschränkt. Falls die Poren, die das Wasser der Pflanze abgeben, dicht auf der Oberseite der Blätter gelegen wären, wären sie lange Zeiten der Sonnenbestrahlung ausgesetzt. In diesem Fall würden sie fortwährend Wasser ausschwitzen, um die Pflanze davor zu behüten, an Hitze zu sterben, und in Folge dessen würde die Pflanze aufgrund des übermäßigen Wasserverlusts welken und zugrunde gehen. Gott, Der alles in perfekter und vollkommener Weise erschaffen hat, machte die Poren zu einem ausschließlichen Element im Design der Pflanzen und schützte sie damit vor, durch Wasserverlust verursachten Schaden.
Die Poren, die paarweise auf dem Oberflächengewebe der Blätter liegen, sind bohnenförmig gestaltet. Durch die konkave Stellung der gegenüberliegenden Poren wird die Öffnung der Poren, welche den Gasaustausch zwischen dem Blatt und der Atmosphäre aufrechterhalten, abgestimmt. Die Porenöffnung ändert sich entsprechend der Umweltbedingungen (Licht, Feuchtigkeit, Temperatur, Kohlendioxydkonzentration) und der internen Situation der Pflanze, speziell ihres Wasserhaushalts. Die Abgabe von Wasser und der Gasaustausch der Pflanze werden durch die Vergrößerung oder Verringerung der Porenöffnung abgestimmt.
Es gibt äußerst feine Einzelheiten in der Struktur dieser Poren, die unter Betrachtung aller Umweltbedingungen entworfen wurden. Jedermann weiß, dass die äußeren Voraussetzungen der Umwelt jederzeit Änderungen ausgesetzt sein können: die Feuchtigkeit, das Mengenverhältnis der Gase, die Temperatur und die Qualität der Luft..., doch die Poren der Blätter können sich all diesen Faktoren anpassen.
Dieses System in den Pflanzen, sowie auch in allen anderen Organismen, kann nur dann funktionieren, wenn alle Bestandteile gleichzeitig vorhanden sind. Es liegt daher völlig außerhalb des Bereichs des Möglichen, dass die Poren der Pflanzen durch evolutive Zufälle zustande gekommen sein konnten. Gott erschuf die Poren mit ihren sehr exklusiven Strukturen und entwarf sie speziell für die Aufgaben, die sie erfüllen.

Die Samen der Kokosnusspalme

Die Samen einiger Pflanzen werden mit Hilfe des Wassers verbreitet. Solche Samen haben typische Merkmale, die sie von den Samen anderer Pflanzen unterscheiden. Die Samen der Pflanzen, die durch das Wasser verbreitet werden, haben z.B. eine Struktur, die ihr Gewicht gering hält und ihre Oberfläche vergrößert, und das Schwimmgewebe mag eine von verschiedenen Gestalten annehmen. Die mit Luft gefüllten Zellen mögen eine schwammige Struktur haben, oder die Luft mag in der Weise im Samen eingeschlossen sein, dass Zellzwischenräume fast vollständig verschwunden sind, und der Samen daher schwimmen kann. Außerdem sind die Zellwände des Schwimmgewebes so gestaltet, dass sie kein Wasser eindringen lassen. Zuzüglich zu all dem haben diese Samen noch ein inneres Abteil, das die Keimzellen, welche die gesamte genetische Information der Pflanze speichern, beschützt.2
Unter diesen Samen, die vom Wasser getragen werden, gibt es solche, die, aufgrund ihrer starken Struktur bis zu 80 Tagen im Wasser bleiben können, ohne zu verderben oder zu keimen. Die bekanntesten dieser Samen sind die der Kokosnußpalme. Der Samen der Palme wurde, um den Transport sicher zu überstehen mit einer harten Schale versehen. Innerhalb dieser Schale ist alles, was für eine lange Reise notwendig ist, einschließlich Wasser, vorhanden. Der äußerte Teil der Schale ist zusätzlich von einem starken Fiebergewebe umgeben, welches die Nuss vor Beschädigung durch das Wasser schützt.
Eines der bedeutendsten Merkmale der Kokosnuß ist, dass sie Hohlräume hat, wodurch sie schwimmfähig ist und auf dem Wasser dahintreiben kann. Aufgrund dieser Eigenschaften kann die Kokosnuß von den Meeresströmungen Tausende von Kilometern weit getragen werden. Wenn sie dann an den Strand gespült wird keimt sie und wächst zu einer Kokosnußpalme heran.3
Es ist ein ganz außergewöhnliches Phänomen, dass die Kokosnüsse gerade dann zu keimen beginnen, wenn sie ans Land gespült werden, denn es ist wohl bekannt, dass Pflanzensamen im allgemeinen dann zu keimen beginnen, wenn sie mit Wasser in Berührung kommen. Das trifft jedoch nicht auf die Kokosnußpflanze zu. Pflanzen, die ihre Samen mit Hilfe des Wassers verbreiten, sind in dieser Hinsicht mit gesonderten Samenstrukturen ausgestattet. Wenn ihre Samen ebenso zu keimen begännen, sobald sie mit Wasser in Berührung kommen, wären diese Pflanzen längst ausgestorben, doch mit Hilfe von Mechanismen, die ihren speziellen Umweltbedingungen angepasst sind, überleben diese Pflanzen weiterhin. Es ist offensichtlich, dass diese präzise Anpassung, sowie das Design nicht durch die Methoden zustande gekommen sein konnten, womit die Evolutionisten sie erklären wollen.
Die Mengen der Nahrungsmittel und des Wassers, welche in den Samen aufgespeichert sind, sowie die Zeitperioden bis sie das Land erreichen, kurz gesagt, die feinen Berechnungen all dieser Faktoren, wurden in perfekter Weise von Gott bestimmt, welcher der Eigner von unbegrenzter Macht und unendlicher Weisheit ist.

Die Lebewesen wurden in Harmonie mit einander erschaffen

Einige Pflanzen haben Nektar tief am Boden des Blütenkelchs. Man könnte meinen, dass dies einen Nachteil bedeuten könnte, da es schwieriger für Insekten und Vögel ist, den Nektar zu sammeln und damit auch für die Blüten, bestäubt zu werden. Gott jedoch hat es auch diesen Pflanzen ermöglicht, bestäubt zu werden, indem Er die zur Bestäubung dieser Pflanzen in Frage kommenden Tiere mit solchen Strukturen versehen hat, die den Charakteristiken der Blüten, deren Nektar tief am Boden des Blütenkelchs sitzt, genau angepasst sind. Die symbiotische Beziehung zwischen dem Chandelier Tree und der Yuccamotte ist ein solches Beispiel.
Die Yucca Pflanze oder Palmlilie bildet eine Rosette von speerförmigen Blättern, aus deren Mittelpunkt sich ein Stengel erhebt, der die cremefarbenen Blüten trägt. Eines der Merkmale der Yuccablüte ist, dass ihre Pollen sich in einem gekrümmten Hohlraum befinden. Aus diesem Grunde wurde eine bestimmte Mottenspezies mit einem gekrümmten Rüssel ausgestattet, so dass sie die Pollen, die an den männlichen Geschlechtsorganen der Pflanze zugegen sind, erreichen kann.
Indem sie die gesammelten Pollen gegeneinander presst, formt die Motte einen kleinen Pollenball, den sie zu einer anderen Yuccablüte mitnimmt. Dort geht sie zuerst zum Blütenboden und legt ihre Eier. Dann klettert sie wieder nach oben und versetzt dem Pollenball einen Stoß, wodurch die Pollen versprengt werden, an denen sich dann die Raupen der Motte, nachdem sie den Eiern entschlüpft sind, ernähren. Während die Motte jedoch den Pollenball, den sie von der zuvor besuchten Blüte mitbrachte, im oberen Teil der neuen Blüte zerstiebt, bestäubt sie diese. Ohne das Vorhandensein dieser Motten könnten sich die Palmlilien niemals selbst bestäuben.4
Wie man deutlich sehen kann, finden die Ernährung der Motte und die Bestäubung der Palmlilie auf sehr harmonische Weise statt. Was diese Harmonie schafft, ist weder die Palmlilie, noch die Motte. Einer Pflanze oder einem Insekt ist es nicht möglich, sich der Bedürfnisse eines anderen Lebewesens bewusst zu sein, oder eine Taktik zu bestimmen, durch welche die eigenen Bedürfnisse befriedigt werden könnten. Diese Lebewesen besitzen keine Denkfähigkeit und können daher nicht Methoden entdecken und diese anderen Organismen übermitteln. Gott allein ist es, Der diese vollendete Harmonie zwischen Seinen Geschöpfen geschaffen hat. Beide, diese Lebewesen sind die Schöpfung Gottes, und Er kennt sie vollständig – der allwissende Herr und Erhalter aller Welten. Sie dagegen erfüllen den Zweck, dem Menschen die Größe, Allmacht und vollendete Schöpfungskunst Gottes kundzutun. Gott bestätigt das im Quran:
Ihn preisen die sieben Himmel und die Erde und wer immer darin ist. Nichts, das Ihn nicht lobpreist! Doch versteht ihr ihre Lobpreisung nicht. Siehe, Er ist nachsichtig und verzeihend. (Sure 17:44 – al-Isra)

Die Taktik der Coryanthes Orchideen

Ist es einer Blume möglich, sich der Neigungen eines Insekts bewusst zu sein? Ist es ihr möglich, Pläne zu entwerfen, um das Insekt zu bewegen, ihr in die Falle zu gehen und dementsprechende Änderungen an sich selbst vorzunehmen? Zweifelsohne ist es weder einer Pflanze noch einem Insekt möglich, solche Taktiken als Ergebnis von eigenem Verständnis oder Willen anzuwenden. Wenn man sich jedoch die Lebewesen in der Natur betrachtet, findet man, dass oft eben solcherlei Taktiken angewandt werden.
Die Coryanthes Orchidee ist solch eine Pflanze, die Insekten mithilfe einer interessanten Taktik in ihre Falle lockt. Das Fortpflanzungssystem der Orchidee beruht darauf, Insekten anzuziehen und durch diese ihre Pollen zu verbreiten. Die Blüten dieser Orchideenspezies wachsen in Büscheln. Jede Blüte hat zwei flügelartige Kelchblätter, hinter denen sich ein kleiner "Eimer" befindet. Wenn sich die Blüten öffnen, beginnt eine spezielle Flüssigkeit, die von zwei besonderen Drüsen sekretiert wird, in diesen Eimer zu tropfen. Nach kurzer Zeit verbreitet die Blume einen Duft, den die Bienen unwiderstehlich finden.
Wenn die Orchidee in Blüte steht, werden die Arbeiterbienen durch den Duft angelockt und umkreisen die Blume. Während sie an den senkrechten Rändern der Orchidee zu landen versuchen, suchen sie in dem röhrenförmigen Abschnitt der Blüte, der jenen Behälter mit dem Stengel verbindet nach einer Stelle, wo sie sich mit ihren Beinen festklammern können. Dieser Teil jedoch ist sehr rutschig und steil, und so fallen die Bienen die im Kelch herumkriechen unweigerlich in den, mit der Flüssigkeit gefüllten Eimer am Boden des Blütenkelchs.
Von dort gibt es für die Biene, die hineingefallen ist, nur einen Weg nach außen. Ein enger Tunnel führt zur Vorderwand der Blume, d.h. ans Tageslicht. Bis das Insekt seinen Weg gefunden hat, der auf der gleichen Ebene liegt, wie die Flüssigkeit in die es gefallen ist, schwimmt darin umher. Während das Insekt sich bemüht, den Ausgang zu finden, passiert es unter der Narbe, wo sich die Pollen an den männlichen Organen der Blume befinden. Zu diesem Zeitpunkt bleiben zwei Pollensäcke am Rücken des Insekts haften und schließlich bewegt es sich dann zum Ausgang hin und verläßt die Blume. Wenn die Biene eine neue Blume aufsucht nimmt die Blütennarbe die Pollen von der Biene auf und auf diese Weise findet die Bestäubung statt.5
Wie bereits anfangs erwähnt, ist es einer Pflanze durchaus nicht möglich, Überlistungstaktiken in Bezug auf Insekten zu entwickeln, und ihre eigene Struktur im Einklang mit diesen Taktiken zu verändern. In gleicher Weise ist es einem Insekt ebenso unmöglich, aus eigenem Willen eine Taktik zu entwickeln, um eine, von ihm benötigte Substanz, von einer Blume zu erwerben. Die erstaunliche Zusammenarbeit dieser beiden lebenden Organismen ist ein Beweis für die Tatsache, dass sie beide Geschöpfe eines Einzigen, Unvergleichlichen Schöpfers sind.

Die Kunstfertigkeit der Mauerbienen

Die Mauerbienen sind Lebewesen, die aufgrund der Sorgfalt, die sie im Bau ihrer Nester an den Tag legen, Aufmerksamkeit erregen. Wenn eine weibliche Biene, die ein Nest bauen will, einen geeigneten Ort findet, säubert sie diesen zuerst. Um ein Nest zu bauen, benötigt sie jedoch Lehm. Wenn sie keinen Lehm finden kann, sucht sie sich feinkörnige Erde, die sie, indem sie sie mit ihrem Speichel vermengt, zu einer weichen Paste aufbereitet.
Eine Mauerbiene beginnt mit dem Bau ihres Nests, indem sie ein Stückchen Lehm mit ihrem Kiefer vom Boden abschabt. Dieses Bröckchen trägt sie zwischen ihren Beinen, wobei sie es in ein Kügelchen formt, dem sie weiteren Lehm hinzufügt. Dieses Kügelchen erfasst sie sodann mit ihrem Unterkiefer und kehrt zu ihrem vorgesehenen Nistungsplatz zurück.
Wenn die Biene den Bauplatz für ihr Nest erreicht, beginnt sie nicht aufs Geratewohl und ungeordnet daraufloszubauen. Wenn die Mauerbienen ihre tunnelartigen Nester bauen, folgen sie dabei immer einem bestimmten Plan. In Einklang mit diesem Plan verwendet die Mauerbiene die ersten Ladungen von Lehm, um die hintere Abschlusswand der ersten Zelle zu bauen, welche das Sackende des Tunnels wird. Danach baut sie eine kranzförmige Lehmstruktur in einiger Entfernung von jener Trennwand. Dieser Kranz markiert die Stelle, an der sie die nächste Trennwand errichten wird, nachdem sie ein Ei in die erste Zelle gelegt hat.
Sobald die Zelle fertiggebaut ist, beginnt die Biene, Nahrung zu sammeln und darin aufzuspeichern. Bei ihrem ersten Ausflug bringt sie Pollen zurück, die sie im hinteren Ende der Nestzelle lagert. Bei den folgenden Ausflügen hinterläßt sie Honig, den sie mit ihren Kiefern zusammen mit den zuvor hinterlegten Pollen zu einer dicken Paste knetet. Auf diese Weise vervollständigt sie die anfänglichen Vorbereitungen für das Ei, das sie legen wird.
Unmittelbar nachdem Biene ihre letzte Ladung an Nahrungsvorräten für die Zelle herangeschafft hat, legt sie ihr Ei, und daraufhin beginnt sie die Trennwand aus Lehm an der Stelle zu errichten, die sie zuvor markiert hatte. Dieser festgelegten Sequenz folgend, fährt die Biene mit dem abwechselnden Prozess von Nestbau, Nahrungsspeicherung und Eierlegen fort, bis die Zellen, die das Nest ausmachen, eine Reihe bilden. Die Struktur der Zellen entspricht einem bestimmten Standard. Jede Zelle enthält ein Ei und Nahrungsvorräte, und ist durch eine Lehmwand von den Nachbarzellen abgetrennt.
Wenn die letzte Zelle vollendet und verschlossen ist, lässt die weibliche Biene einen Hohlraum zwischen der letzten Brutzelle und dem Nesteingang und verschließt diese Öffnung schließlich mit einem Pfropfen, der dicker ist als die normalen Trennwände der Zellen. Dieser Pfropfen hindert andere Geschöpfe daran, ihre Behausungen vor dem Nest zu errichten, was die Bienenbrut in ihren Zellen einsperren und zu ihrem Tod führen würde.6
In jedem Stadium des Nestbaus ist es klar ersichtlich, dass Weisheit und Intelligenz hinter dem gesamten Verhalten der Maurerbienen walten. In einem Vers im Quran teilt Gott uns mit, dass die Bienen Geschöpfe sind, die unter göttlicher Inspiration handeln. In Wirklichkeit sind es nicht nur die Bienen, sondern alle lebenden Geschöpfe im Universum, die von Gott, dem Allmächtigen, dem Weisen, inspiriert werden.

Anmerkungen

2- T.T. Kozlowski, Seed Biology, Academic Press, New York und London, 1972, S.194.
3- Eldra Pearl Solomon, Linda R. Berg, Diana W. Martin, Claude Villee, Biology, Saunders College Publishing, S. 751.
4- David Attenborough, Life on Earth, Collins British Broadcasting Corporation, London, 1985, S.84-86.
5- Natural History, March 1999, S. 72-74.
6- Christophe O'toole und Anthony Raw, Bees of the World, Blanford, London, 1999, S. 63.